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Foto: Tobias Meyer

Am letzten Augustwochenende findet wieder die alljährliche Paderborner Radtrilogie statt. Dies bedeutet ein prallgefülltes Radsportprogramm von Freitag bis Sonntag. Beginn der Trilogie, die von der Radsportgemeinschaft Paderborn veranstaltet wird, ist wie immer Delbrück. Dort findet am Freitag, 27.08.2010 die 6. Paragon-Night statt. Beginn ist um 18:45 mit den Jugendrennen. Das Frauenrennen beginnt um 20:00 Uhr, das Männerrennen um 21:15. Die Innenstadt von Delbrück wird für dieses Rennen gesperrt und ein reichhaltiges Rahmenprogramm wird geboten.

Am Samstag geht das Rennspektakel in Paderborn weiter. Start und Ziel ist der Tegelweg. Auf dem flachen Innenstadtkurs beginnen die Junioren bereits um 10 Uhr morgens. Das Frauenrennen ist für 13:15 Uhr angesetzt, das Männerrennen beginnt um 16:15 Uhr.

Zum Abschluss findet am Sonntag, 29.08.2010, bereits zum vierten Mal das internationale Herbramer mcbuero.de Radrennen statt. Der anspruchsvolle Rundkurs dieses Rennens ist 8 km lang und hat 100 Höhenmeter Anstieg aufzuweisen. Start für die Frauen ist in Herbram an der Asselner Str. um 11:10 Uhr, für die Männer um 16:20 Uhr. Bereits ab 10:00 Uhr beginnt das Programm für die Senioren, gefolgt von diversen Schüler und Junioren Rennen.

Doch nicht nur für Lizensierte Rennfahrer hat die Paderborner Radtrilogie etwas zu bieten. In Delbrück und Herbram wird es Hobbyrennen für Freizeitradsportler geben. In Delbrück ist der Start dazu um 19:45, in Herbram – hier wird im Rahmen des Jedermannrennens auch die Paderborner Kreismeisterschaft ausgetragen – erfolgt der Start um 15:45.

Wer das Spektakel lieber passiv miterleben möchte, ist herzlich eingeladen am letzten Augustwochenende zu den drei beschriebenen Rennen zu kommen. Ein interessantes Rahmenprogramm und ein reichhaltiges Angebot an Speisen und Getränken wartet auf Sie.

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Dorian Lübbers beim Start auf der
Bahn in Köln (Foto: Markus Lübbers)

Dorian Lübbers (U15) und Robert Erkeling (U13) zeigten am vergangenen Samstag, dass mit ihnen nicht nur auf der Straße, sondern auch auf der Bahn zu rechnen ist. Die Fahrer vom Team Mettenmeier der Radsportgemeinschaft Paderborn starteten bei den vorverlegten Landesmeisterschaften auf der Bahn in Köln. Zu fahren waren ein 200m Sprint fliegend, die Einerverfolgung über 2000m, ein 500m Zeitfahren, ein Punktefahren und die Mannschaftsverfolgung. Während Lübbers mit der Kölner Bahn schon vertraut ist, war für es für Erkeling das erste Bahnrennen seiner noch jungen Radsportkarriere. Und hier setzte er gleich Akzente: Im Sprint, der Einerverfolgung und im Punktefahren landete er jeweils unter den besten Fünf. Im 500 m Zeitfahren konnte Erkeling alle Konkurrenten bis auf zwei hinter sich lassen. Somit bekam er im Anschluss für diese Disziplin die Bronzemedaille der Landesmeisterschaften überreicht. In der Omniumwertung, der Gesamtwertung aller Disziplinen, wurde er Vierter.

Dorian Lübbers belegte im 200m Sprint als Bester des jüngeren Jahrgangs den siebten Platz von 25 gestarteten Teilnehmern. Er legte eine furiose Fahrt in der 2000m Einerverfolgung hin und wurde vierter in dieser Disziplin. Auch im 500 m Zeitfahren schlug er sich achtbar. Vor dem Punktefahren über 40 Runden stand dann noch die Vierer-Mannschaftsverfolgung über 2000m auf dem Plan. In der Zusammensetzung Felix Richter, Viktor Müller, Timo Göke und Dorian Lübbers hatte sich ein sehr starkes Quartett gefunden. Diese kurzfristig zusammengestellte Mannschaft musste es mit sechs weiteren Mannschaften, darunter auch die eingefahrene Truppe des VfR Büttgen, aufnehmen. Dass sie noch in dieser Besetzung noch nie zusammengefahren waren, wurde anfangs schnell deutlich. Im Laufe des Rennens fand sich die Mannschaft jedoch und fuhr Runde für Runde Bestzeit. Am Ende sprang Platz Eins und somit die Landesmeisterschaft heraus. Lübbers hat nun beste Chancen vom Landestrainer für den Mannschaftsvierer bei den Deutschen Straßenmeisterschaften am 12. September in Genthin nominiert zu werden. In der Omniumwertung belegte der Herbramer den sechsten Platz.

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U13 Siegerehrung beim
Rennen in Schwerte
(Foto: Dagmar Erkeling)

Robert Erkeling erreichte am vergangenen Sonntag den zweiten Podestplatz der laufenden Saison. Beim Rennen in Schwerte gallt es einen Rundkurs von 900m länge 15 mal zu bewältigen. 18 Fahrer der Altersklasse U13 sowie drei U15-Fahrerinnen bildeten das Fahrerfeld. Bereits nach zwei Runden setzten sich zehn U13- Fahrer und die drei U15-Fahrerinnen. Erkeling hielt sich taktisch klug die ganze Zeit mittig in diesem Feld auf und erarbeitete sich kurz vor der letzten Runde einen vorderen Platz. Der Fahrer vom Team Mettenmeier der RG Paderborn hatte somit eine gute Ausgangsposition für den Zielsprint, welcher ihm den dritten Platz einbrachte. Die drei U15-Fahrerinnen ließ er dabei noch hinter sich. Sieger wurde Bernhard Maigrè vom RSV Sturmvogel Bonn. Den Pokal überreichte Siegfried Held, Fußball-Vizeweltmeister von 1966.

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“Super Randonneur”
Dierkes bei einer kurzen
Verschnaufpause

RG Langstreckenfahrer Michael Dierkes hat sich bis zum kommenden Jahr ein besonders hohes sportliches Ziel gesetzt: Er will an der 1200 km langen Rundfahrt Paris-Brest-Paris teilnehmen, die alle vier Jahre stattfindet. Die nächste Startmöglichkeit ist 2011. Zur Qualifikation müssen zuvor jedoch bereits kürzere sog. „Brevets“ (=franz.: Abschluss, Prüfung) bewältigt werden, aufsteigend mit jeweils einer Distanz von 200, 300, 400 und 600 Kilometern. Um sich an die langen Strecken zu gewöhnen, machte sich Dierkes bereits in diesem Frühjahr auf und bewältigte alle geforderten Distanzen. In der Szene nennt man den erfolgreichen Absolventen aller zur Quali geforferten Distanzen auch „Super-Randonneur“ (Randonneur = franz.: Langstrecken-Radfahrer der große Distanzen (ab 200km) in zumeist sportlichen Tempo, mit nur geringen Pausen und möglichst autark zurücklegt).
Nach dem langen Winter war schon Anfang April der 200-km-Brevet im deutsch-niederländischen Grenzgebiet zu absolvieren. Da Dierkes diese Distanzen von zahlreichen Marathon-Teilnahmen gewohnt ist, bereitete ihm diese Teilnahme keine großen Schwierigkeiten. Auch die 300 km Strecke zwei Wochen später in derselben Region waren noch relativ problemlos für den Paderborner. Seine Fahrtzeit betrug hier 10 Stunden und 49 Minuten.
Am 29. Mai wurde es dann erstmals richtig ernst: Es stand die 400 km Strecke auf dem Programm. Das besondere bei Brevets ist, dass auf eigene Faust gefahren wird. Es gibt – anders als bei RTF Veranstaltungen – keine ausgeschilderte Strecke und keine Verpflegungsstellen. Jeder Fahrer muss die Route mit Hilfe einer Streckenbeschreibung selbst finden. Kontrollstellen gibt es unterwegs mehrere, zum Teil sind sie den Fahrern vorher unbekannt. Bei einer Fahrzeit von über 15 Stunden ist die Dunkelheit ein weiteres Problem. Beleuchtung und ggf. Unterkunft für eine kurze Ruhepause sind entsprechend einzuplanen. Entscheidet sich ein Fahrer unterwegs für ein Nickerchen, ist außerdem das gesetzte Zeitlimit zu beachten. Dierkes fuhr die 400 km Strecke im Weserbergland. Die Strecke verlief von Hessisch Oldendorf durch das Kalletal, Extertal in Richtung Warburger Land über die Sababurg bis ins Fuldatal. Dort war nach 202km der Wendepunkte erreicht und es ging an der Fulda und Weser zurück Richtung Lauenau bis zum Ausgangspunkt. Die Gesamtstrecke von 405 km und 3300 Höhenmeter absolvierte der RG Fahrer in 15 Stunden und 46 Minuten. (18,5 Std. inkl. Pausen) Die letzten 75 km der Strecke mussten in Dunkelheit gefahren werden.
Die Königsdistanz über 600 km absolvierte Dierkes nun am 19.06. wiederum im Weserbergland mit Startort in Großenwieden an der Weser. Trotz Schafskälte und Dunkelheit entschied er sich, ohne Schlafpause die Nacht durchzufahren. Das kalte Juni-Wochenende machte die Fahrt extrem schwer, immer wieder setzte Regen ein. Dierkes, der nicht mit elektronischen Navigationsgeräten sondern nur mit einem vom Organisator erstellten Streckenplan unterwegs war, kam nach 645 km in 28 Std. reiner Fahrzeit (33 Stunden Gesamtzeit) wieder am Ausgangspunkt an. Dort wurde ihm vom Organisator eine warme Mahlzeit gereicht, bevor der Paderborner sich in Richtung seines heimischen Bettes aufmachte und erst einmal der fehlenden Schlaf einer ganzen Nacht nachholte.
Um 2011 am Klassiker Paris-Brest-Paris teilzunehmen, muss Dierkes die komplette Brevet-Serie im kommenden Jahr erneut absolvieren. Nach erfolgreicher Qualifikation könnte er dann einen der begehrten Startplätze ergattern. Die 1200 km lange international besetzte Rundfahrt findet vom 21.08.2011 bis zum 25.08.2011 statt.

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Erster Sieg 2010: Dorian
Lübbers (Foto: Lübbers)

Dorian und Raven Lübbers feierten am Wochenende beim Radrennen in Ahlen den ersten Doppelsieg ihrer Radsportlaufbahn. Die beiden Fahrer des Team Mettenmeier der Radsportgemeinschaft Paderborn waren am Samstag zusammen mit Schülerfahrer Robert Erkeling im westfälischen Ahlen beim „Lambert Gombert Gedächtnisrennen“ am Start. Den Anfang machte U15 Fahrer Dorian Lübbers. Er hatte auf dem 1,4 km Rundkurs bei regnerischem Wetter 17 Runden zu fahren. Nach sechs Runden war dem Herbramer das Tempo im Feld zu langsam, und so startete er einen erfolgreichen Ausreißversuch, dem nur Luke Derksen aus Schwerte folgen konnte. Beide Fahrer setzten sich schnell entscheidend vom Feld ab und teilten sich auch die drei Sprintprämien. Drei Runden vor Ende des Rennens fasste Lübbers dann den Entschluss, es nicht auf einen Zielsprint ankommen zu lassen. Er fuhr weitere Attacken. Luke Derksen konnte nach der Ersten zwar noch folgen, mußte Lübbers anschließend aber ziehen lassen. Nach zwei Runden als Solist feierte Lübbers anschließend den ersten Sieg des Jahres 2010.
Anschließend war Robert Erkeling (U13) am Start, der in der vergangenen Woche seinen ersten Podestplatz einfuhr. Im Rennen über zehn Runden wurde von Beginn an aggressiv gefahren. Erkeling konnte einer Sechsergruppe nicht folgen und hielt sich in den ersten Runden in der ersten Verfolgergruppe auf. Wenig später fasste er sich ein Herz und trat alleine die erfolgreiche Flucht zur ersten Gruppe an. Dort konnte er sich gut im Feld behaupten und machte auch einige Führungsarbeit. Im Zielsprint musste er aber feststellen, dass seine Fahrweise wohl zu viel Kraft gekostet hat. So sprang für ihn als Siebter aber immerhin eine weitere Platzierung heraus.

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Machte den Doppelsieg perfekt:
Raven Lübbers (Foto: Grabosch)

Als letzter der Fahrer der RG Paderborn ging es für Jugendfahrer Raven Lübbers an den Start über 35 km. Er hatte sich für das Rennen viel vorgenommen. Nachdem er eine Woche zuvor in Bünde jede Attacke mitgegangen war und am Ende im Zielsprint die Kräfte gefehlt hatten, fuhr er diesmal aufmerksamer. Die verschiedenen Attacken wurden auf dem flachen Rundkurs vom Feld immer wieder gekontert. So musste letztendlich der Spint des Feldes über den Sieger in der Jungendklasse U 17 entscheiden. Aufgrund der relativ kurzen Zielgeraden war die Einfahrt in die letzte Kurve für die Platzierung entscheidend. Hier hatte Lübbers sich eine sehr günstige Ausgangsposition herausgefahren. Als Zweiter bog er im Windschatten von Moritz Kaase und mit der wesentlich höheren Endgeschwindigkeit auf die Zielgerade ein. Direkt nach der Kurve ging er aus dem Windschatten und fuhr mit einer Radlänge Vorsprung den ersten Doppelsieg in der 10jährigen Vereinsgeschichte der RG Paderborn heraus.