Damit hätte keiner der Organisatoren von der RG Paderborn 99 gerechnet. Fast 900 Meldungen zur Paderborner Radtrilogie sind bis gestern beim ersten Vorsitzenden Robert Timmermann eingetroffen. Überraschend vor allem, weil in diesem Jahr deutlich mehr Radrennen im Umkreis von 250 km stattfinden als in den Jahren zuvor. „Das zeigt, dass wir mit unserem Konzept richtig liegen. Die Rennfahrerinnen und Rennfahrer wissen um den hohen Organisationsgrad und die gute Atmosphäre bei unseren Veranstaltungen.“, so Waldemar Grabosch, der in den letzten drei Tagen fast nur noch Radrennen im Kopf hatte. Besonders stolz sind die beiden Organisatoren, dass mit zwei Rennen der Nordrheinwestfälischen Nachwuchsrennserie „Schülercup“ (in Paderborn und Herbram) diese Trilogie eine besondere Auszeichnung erhalten hat.
Die Radtrilogie beginnt auch dieses Jahr wieder in Delbrück mit der paragon-night. Beim Flutlichtrennen im Herzen Delbrücks geht es wieder sehr rasant zu. Die Geographie der Rennstrecke und die Länge der Renndistanzen lassen wieder von Beginn an ein hohes Renntempo erwarten und in den Kurven höchstes fahrerisches Können der Akteure aufblitzen. Neu im Programm ist ein Spendenlauf mit Start um 21:00 Uhr über 1000m. Dafür wurde auf ein zweites Jedermannrennen verzichtet, da die Resonanz dazu im letzten Jahr nicht groß genug war. Letztlich können aber alle Interessierten bei einem Jedermannrennen um 19:45 Uhr starten. Start des ersten Rennens in Delbrück ist um 18:45 Uhr. Der Start zum Hauptrennen der Männer erfolgt um 21:15 Uhr.
Am Samstag geht’s bei der 10.ten Auflage des Paderborner „mcbuero.de“ Radrennens auf dem Paderborner Hochgeschwindigkeitskurs am Tegelweg rund. Auf dem flachen Kurs, bei dem eigentlich der Theorie nach jedes Rennen in einem Massensprint enden sollte, gab es in der Vergangenheit mehr Überraschungen als Bestätigungen dieser Theorie. So ist man auch dieses Jahr gespannt, wer den Teams mit den Sprintern ein Schnippchen schlagen wird. Mit im Programm ist auch dieses Jahr eine offene Paderborner Schulmeisterschaft. Schüler/innen an Paderborner Schulen können Punkte für ihre Schule sammeln. Die Schule mit den meisten Punkten erringt einen Pokal mit einer kleinen Geldleistung. Selbstverständlich können auch Anfänger von außerhalb daran teilnehmen, der Start ist um 14:45 Uhr. Der Renntag beginnt um 10:00 Uhr und das Hauptrennen startet um 16:15 Uhr.
Nach den technischen Qualitäten und den Sprinterqualitäten, sind beim Herbramer „mcbuero.de“ Radrennen die Kletterqualitäten gefragt. Ein langer gemäßigter und ein kurzer steiler Anstieg und dazu noch der Seitenwind auf der Hochfläche zwischen Asseln und Iggenhausen verlangen den Fahrern alles ab. Somit ist das Herbramer Radrennen das schwerste der drei Rennen. Zumal es noch das dritte in Folge ist. Aufgrund der selektiven Strecke findet auf diesem Rundkurs die Paderborner Kreismeisterschaft und die Lichtenauer Stadtmeisterschaft statt. Start ist auch in Hebram um 10:00 Uhr, wobei der Startschuss zum Hauptrennen über 104 km um 16:20 Uhr fällt.
Die größte Auufmerksamkeit zieht sicherlich das Nachwuchs-Erfolgstrio Raven Lübbers, Dorian Lübbers und Robert Erkeling vom Paderborner Team Mettenmeier auf sich. Hochmotiviert wollen sie die Erwartungen der heimischen Zuschauer nicht enttäuschen. Doch die Erfolge werden nicht so einfach zu verdienen sein, denn mit der Nachwuchsserie kommen auch die stärksten Widersacher an den Start.
Internationaler geht es bei den Frauen und Männern zu. Zahlreiche Einzelfahrer aus den Niederlanden und Belgien haben ihr Kommen angekündigt. „Alle ausländische Teams, die wir angeschrieben haben wollten, dass wir die komplette Übernachtung, Anreise und noch dazu Startgelder bezahlen.“ berichtet Waldemar Grabosch. „Das war vor den Jahren der Wirtschaftskrise nicht der Fall. Da verlangten die Teams nur eine Übernachtungsmöglichkeit. Das hat mich doch sehr überrascht.“ Dass aber die gemeldeten Fahrerinnen und Fahrer nicht die schlechtesten sind, davon ist der Organisator überzeugt. Mit Jürgen Rodenbeck (RSC Wunstorf), Mario Reinel (Team SWB), Hendrik Werner und Dennis Klemme (beide SC Wiedenbrück) haben sich einige Sieger der vergangenen Jahre angemeldet.Highlights sind auch immer die Jedermannrennen: Vor allem aus der Sicht des Nachbars, denn hier kann Hinz sehen, ob Kunz wirklich das drauf hat, wovon er immer redet.
Also erwartet das Organisationsduo Robert Timmermann und Waldemar Grabosch spannende Wettkämpfe, nicht nur zwischen den „Profis“, sondern auch bei den „Amateuren“.



