Dierkes absolviert Paris-Brest-Paris in unter 79 Stunden



Michael Dierkes bei
Paris-Brest-Paris

Michael Dierkes berichtet von Paris-Brest-Paris, dem 1200km-Brevet, den es in 90 Stunden zu bewältigen gilt. Ende August machte sich der Paderborner auf den Weg nach Frankreich, um sich nach monatelanger Vorbereitung einen lang ersehnten Tram zu erfüllen. Er schaffte die Strecke mit Bravour in 78 Stunden und 43 Minuten.
Bevor jedoch der Start anstand, musste am Vortag der Fahrradcheck, die Anmeldeprozedur und das Einrichten auf dem Campingplatz vollzogen werden. Beim Fahrradcheck wurde die komplette Beleuchtung sowie sämtliche Anbauteile am Rad auf einwandfreie Funktion und sichere Befestigung kontrolliert. Ebenfalls musste der Nachweis einer Warnweste erbracht werden. Im Anschluss gab es einen Kontrollstempel mit dem man weiter zur Anmeldung in die große Sporthalle ging. Hier war alles bestens organisiert und für die ausländischen Starter waren mehrere Dolmetscher vor Ort. Die Anmeldung verlief problemlos und ich bekam meine Unterlagen und Coupons sowie das wichtigste Utensil für die folgenden 5 Tage, mein sogenanntes „Roadbook“, in dem die Kontrollstempel und Durchgangszeiten eingetragen werden mussten. Auf dem Innenhof der Sportanlage waren diverse Stände mit Equipment aufgebaut. Hier wurden auch die begehrten Trikots zum Event ausgegeben.
Gegen 17 Uhr war ein Treffen aller deutschen Teilnehmer auf der Verkehrsinsel direkt vor dem Stadion angesetzt und es kamen fast alle 442 Starter aus Deutschland zum Fototermin.
Die deutschen Organisatoren der Qualifikations-Brevets wurden namentlich hier vorgestellt.
Danach machte ich mich auf der Suche nach dem Campingplatz, der etwas Abseits vom Geschehen lag. Genauer gesagt waren es letztlich rund 10 Kilometer, die ich von meinem Zelt bis zum Start mit dem Rad fahren durfte. Auf dem provisorischen Campingplatz waren alle Randonneure zusammen zum Wildcampen untergebracht. Hier gab es eine ausreichende Anzahl an Sanitärcontainern. Nachdem das Zelt aufgebaut war, habe ich mich auch umgehend zur Ruhe zurückgezogen. In der Nacht vom Samstag auf Sonntag durfte ich ein kurzes, aber heftiges Gewitter im Zelt erleben, welches direkt über den Campingplatz zog.

Am Sonntagmorgen bin dann relativ zeitig aufgestanden und zum Frühstück nach Paris geradelt. Die Route hatte ich bereits auf meinem Rad-Navigator. Der Weg führte durch Versailles und als Ziele hatte ich mir in Paris den Eiffelturm sowie den Triumphbogen ausgesucht. Beide Objekte wurden leicht gefunden und der Verkehr war Sonntagsvormittags wirklich erträglich. Auf dem Rückweg bin ich durch den weitläufigen Schlosspark von Versailles gefahren. Eine warme Mahlzeit gab es noch in der Nähe vom Startort, bevor ich wieder den Campingplatz ansteuerte, um mich für die eigentliche Tour „Paris-Brest-Paris“ vorzubereiten. Sämtliche Taschen mussten gepackt und befestigt werden, mit allen denkbaren Dingen die ich für die nächsten 4 Tage gebrauchen könnte. Die gesamte Sightseeingrunde brachte mit An- und Abreise ca. 76 zusätzliche Kilometer, die nicht jeder mitmachen wollte. Ich hatte am Vortag noch einen deutschen Bekannten zur Mitfahrt animieren wollen, jedoch ohne Erfolg…

Sonntag, der 21.08. – 16:50 Uhr
Ich erreichte die große Verkehrsinsel am Startort und musste mich hinter einigen tausend bereits wartenden Teilnehmern einreihen. Die Sonne brannte bei 30°C und nur langsam ging es voran. Alles war gut organisiert, aber das Warten, bis es endlich durch die Kontrollpavillons zur Startaufstellung ging, dauerte bei den großen Starterfeld einfach länger, als alles bisher von mir Gekanntes. Insgesamt waren über 5000 Teilnehmer am Start.
Die Anspannung stieg, bis es um 19:15 Uhr endlich soweit war und ich mit der 4. oder 5. Startergruppe, mit ungefähr 500 Gleichgesinnten, unter Jubel und Beifall der am Rande stehenden Zuschauer losrollen durfte. … Lesen Sie hier den gesamten Bericht