Der Juniorenradsportler Dorian Lübbers von der Radsportgemeinschaft Paderborn startete am vergangenen Sonntag bei einem der berühmtesten und berüchtigtesten Radrennen: Paris-Roubaix. Dieses oft auch als „Hölle des Nordens“ bezeichnete Radrennen stellt ganz besondere Anforderungen an die Rennfahrer: Von den insgesamt 111km führt knapp ein Viertel über gröbstes Kopfsteinpflaster. Lübbers hatte sich den ganzen Winter auf diesen einen Tag vorbereitet und stand topfit am Start. Am Ostermontag konnte er bei einem kleinen „Formtest“ bereits das Radrennen in Ahrweiler für sich entscheiden und so die nötige Portion Extramotivation mit nach Frankreich nehmen.

Dorian Lübbers im Trikot der Deutschen Nationalmannschaft bei Paris Roubaix.
Foto: Lydia Van de Meerssche.
Das Rennen zählte zum Nations Cup, der höchsten Rennserie für Nachwuchsfahrer unter 19 Jahren und so waren auch außer einigen französischen Teams ausschließlich Nationalmannschaften am Start. Dorian Lübbers, der eigentlich im Trikot des Team Mettenmeier startet, fuhr ein weiteres Mal für die Auswahl des Bund Deutscher Radfahrer.
Aufgrund der vielen Kopfsteinpflasterpassagen wurde von Beginn an ein sehr hohes Tempo gefahren und nach jeder Passage schrumpfte das Feld weiter. Die Straßen waren bereits von vielen begeisterten Zuschauern gesäumt, die die Nachwuchsathleten mit dem gleichen Enthusiasmus unterstützten wie wenige Stunden später die Profifahrer. Lübbers hatte keine Probleme sich im Feld zu behaupten und war jederzeit hellwach. So war er auch bei der entscheidenden Attacke dabei, als sich eine 13 Fahrer starke Spitzengruppe bildete. Leider holte er sich dann zum ungünstigsten Zeitpunkt einen platten Reifen: 16km vor dem Ziel hatte sich gerade eine drei Mann starke Spitzengruppe gebildet und so war es ihm wegen des extrem hohen Tempos nach dem Radwechsel nicht mehr möglich in die Gruppe zurückzukehren. So fuhr er im stark dezimierten Hauptfeld trotzdem noch auf einen hervorragenden 37. Platz.

Die Mountainbiker Jens Nolte, Mirko Kloppenburg, Sebastian Mailänder und Matthias Stork beim Saisonauftakt in Hellenthal. Foto: Stork
Doch nicht nur die Straßenfahrer, sondern auch die Mountainbiker im Team Mettenmeier sind am vergangenen Wochenende in die Saison gestartet. Mit Matthias Stork, Sebastian Mailänder, Jens Nolte und Mirko Kloppenburg waren vier Fahrer auf der 40km Distanz beim „Warm-Up Marathon“ in Hellenthal am Start. Stork konnte sich nach dem Start in einer großen vorderen Gruppe halten, musste jedoch wegen Problemen mit der Sattelstütze mehrmals anhalten und wurde so um eine vordere Platzierung gebracht. Er kam am Ende auf dem 14. Platz in der Lizenzwertung ins Ziel. Kloppenburg versuchte direkt nach dem Start mit der Spitzengruppe mitzugehen, musste dem hohen Tempo jedoch später Tribut zollen und noch einige Fahrer ziehen lassen. Am Ende wurde er 9. in der Hobby-Mastersklasse. Nolte und Mailänder fuhren von Anfang an gemeinsam und fanden eine sehr gut harmonierende Gruppe, die erst zum Schluss durch mehrere Attacken zerfiel. Nolte wurde 12. der Masters und Mailänder 6. in der Herrenklasse (beide Hobby).

